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Kurzandacht, Pfrn. D. Lücke


28. Dezember 2020

Das Bornkinnel steht für die Sehnsucht. Jahrtausende alt. Sehnsucht nach Erlösung und Veränderung. Eine Sehnsucht, die wir in diesem Jahr stärker teilen als sonst: Sehnsucht nach Gesundheit, dem Ende der existentiellen Sorgen, nach der Gegenwart lieber Menschen, die wir gerne umarmen würden, nach dem Ende der Pandemie.


Das leuchtende Kind erinnert an die alte Verheißung des Propheten Jesaja: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“ – Finsternis erleben wir zur Zeit verstärkt.


Wir können Weihnachten nicht wie sonst feiern. Darum ist die Sehnsucht dieses Jahr so stark – wir warten auf Rettung und Neubeginn. Das kleine Kind ist voller Leben und Zuversicht. Es hat die Hand zum Segen erhoben und spricht uns zu: Alles wird gut. Gott ist in diese Welt gekommen. Er ist doch bei euch. Gebt seine Hoffnung und Liebe weiter.


Das Bornkinnel lädt uns ein, der Verheißung zu vertrauen: „uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst“. Christ der Retter ist da! – heute und seit 2000 Jahren.